Bibliothek der Provinz 2011 www.bibliothekderprovinz.at

368 S., 28,00 € , ISBN 978-3-900000-78-3

 

THEMATIK des Buches:

Ist der junge Arzt mit Burnout, der uns detailliert von seinem Sabbatical im heimatlichen Waldviertel berichtet, tatsächlich dort dem alten Wasenmeister begegnet? Hat jene Interaktion zwischen Humanmedizin und dem Abdeckergewerbe überhaupt stattgefunden? Phantasie? Imagination?

Wasenmeister (auch Abdecker oder Schinder genannt), Vorläufer der heutigen Tierkörperverwertung, gehörten ebenso wie Henker und Fahrende zu den „Unehrlichen“, durften daher kein Handwerk ausüben. Sozial ausgegrenzt, aber in Wasenmeistersippen international vernetzt, lebten sie am Rande der Städte und Dörfer. Neben der Tierkadaverentsorgung mussten sie nicht nur streunende Hunde beseitigen, sondern bis ins 19. Jh. auch Selbstmörder und Hingerichtete begraben (unter den Wasen bringen). Ihr einträglichster Zuerwerb bestand im Verkaufserlös abgezogener Häute und anderer verwertbarer Leichenteile. Ihre Arbeit stand in Zusammenhang mit Tod, Magie und Naturheilpraxis.

Der an die Erzählung angedockte „Thesaurus zu Tier- und Menschenkörpern“ enthält Informationen zu diesem vergessenen Gewerbe und spannt, ausgehend von den Spezifitäten dieses Berufes, einen zeitlich und thematisch weiten Bogen bis in die Gegenwart herein. Heute werden Tier- und Humangewebe nicht nur in der Transplantationsmedizin täglich gebraucht, auch Tierkörperverwertung (für Kosmetik-, Futtermittel- und Energieproduktion) findet längst industriell und international vernetzt statt.

 

Radio Helsinki (15.02.2012): Interview zu "Arme Haut" mit Barbara Belic

 Ö1 "Von Tag zu Tag" (16.08.2011): "Tier, Tod und Tabu" - Moderation Andrea Hauer

 

2018

Erzählen um sich selbst zu retten. Im Porträt: Mahmud Doulatabadi“,http://www.drehpunktkultur.at/index.php/im-portraet/12451-erzaehlen-um-sich-selbst-zu-retten

2018 Neue Zeiten, Hrsg. Kulturverein Landstrich 2018
2017 Inform, Hrsg. Physioaustria, Heft 2, 2017, S.12 ¿dónde está el dolor? (Befundung auf spanisch)
2017 "Ich bin wie der Erdboden", Wiener Zeitung EXTRA, 25./26.11.2017
2017 "Keine Kunst", Hrsg. Kulturverein Landstrich 2017
2015 In besten Händen. Menschen in Pflegeberufen erzählen“, Hrsg. Dobretsberger Christine, Molden Verlag
2014  „Gott und die Welt“, Hrsg. Kulturverein Landstrich
2013 Von Salzburg nach Salinas“, Wochenendbeilage SN vom 15.6.2013
2013  „vergessen verlassen verloren“, Hrsg. Kulturverein Landstrich 2013
2012 Der Vierzeiler“, Hrsg. Verein Steirisches Volksliedwerk, Heft 4
2008 Kommunikation“ - zu neuen Arbeiten der Keramikerin Ute Lehmann, http://www.utelehmann.at/index.php?id=251
2006  „Frost:relaunched“- Hell, Trummer, Welsh-Rabady, Bibliothek der Provinz
2006  „Fern und doch nah. Österreichische Bergbäuerinnen in Burkina Faso  und Ghana“, Eigenverlag der ÖBV - Via Campesina Austria, Wien